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SICHTBAR UND OPTIMISTISCH BLEIBEN
UTA JANBECK IM PORTRÄT

BILDUNG #18
„Sichtbar und optimistisch bleiben, obwohl unsere Gäste uns nicht besuchen können, das ist die Herausforderung, vor die uns die Pandemie gerade stellt. Unsere Gäste sagen immer dass wir kein normales Hotel seien, sondern da ganz viel Menschliches mitmischt. Ich verwöhne unsere Gäste einfach gerne. Dabei möchte ich so viele Kreisläufe schaffen, wie es geht und eine urenkeltaugliche Welt hinterlassen. Mir ist es wichtig, mich in die Gesellschaft einzubringen. Ich will möglichst viele Menschen mit dem Bazillus der Nachhaltigkeit anstecken, sie inspirieren, Teil der Lösung, nicht Teil des Problems zu sein. Nachhaltigkeitsbildung findet bei uns quasi nebenbei statt, denn wir leben Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Betriebs vor. Das heißt auch, dass wir unser Wissen nicht nur mit den Gästen, sondern auch in unseren Netzwerken teilen. Weil wir als Hotelbetreiber in Bezug auf nachhaltige Entwicklung immer wieder feststellen: Wir stehen schon vor der Tür 10, andere noch vor der 3. Deshalb bieten wir unseren Gästen, KollegInnen und Interessierten Workshops und Führungen zu unserem Nachhaltigkeitskonzept an.“
„Ich bin Meisterin der Hauswirtschaft. In diesem Ausbildungsbereich ist Nachhaltigkeit gelebte Praxis. Da sehe ich auch einen wichtigen Auftrag für uns als Ausbildungsbetrieb. Wir haben keine Zeit mehr zu denken, sondern wir müssen handeln. Dazu will ich jeden gerne anstiften. Wenn man so dicht am Meer und Meeresspiegel lebt wie wir, sieht man schon lange, was passiert.“
Uta Janbeck von Janbeck*s FAIRhaus
Über Janbeck*s FAIRhaus
Der Janbeck*s FAIRhaus ist 2006 als kleine ökologische Pension gestartet. Heute sind sie das erste klimapositive Hotel in Schleswig-Holstein. Das FAIRhaus liegt auf einem Dreiseithof unweit der Ostsee und der Geltinger Birk. Der familiengeführte Betrieb kurz vor Dänemark bietet 21 Betten in sieben Quartieren – auch für Gäste mit Handicap oder Hundefreunde. Das ökologische ressourcensparende Konzept des Hauses schafft Kreisläufe und ist in dieser Form einzigartig. Aus diesem Grund wurde Janbeck*s FAIRhaus mit dem Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig-Holstein belohnt. Betreiberin Uta Janbeck bietet Ihren Gästen nicht nur ein nachhaltiges Übernachtungserlebnis, sondern teilt ihr Wissen auch in Workshops und Führungen zum ökologischen Konzept. Sie engagiert sich außerdem im Bereich der Gemeinwohlökonomie und der E-Mobilität.
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Bildung

MÜLLFÜHRERSCHEIN GEGEN WEGWERFMENTALITÄT
SUSANNE FLOR IM PORTRÄT

BILDUNG #7
„Der Bereich der Umweltbildung hier bei uns wurde mit dem ersten Lockdown von hundert auf null runtergefahren. Die Corona-Regeln lassen die Arbeit hier nicht zu.
Die Bildungsarbeit, die wir in unserem Abfallwirtschaftszentrum anbieten lebt von den Erfahrungen vor Ort und der face to face Kommunikation. Der riesige Müllberg, der dampfende Berg frischer Komposterde, die Maschinen und die Technik, die Gerüche. Das alles sind Eindrücke, die Lerneffekte hervorrufen und lebhaft in Erinnerung bleiben. Wir bauen darauf, dass unser Angebot bald wieder genutzt werden kann. Denn nur hier, in einem realen Erlebnisumfeld können wir so deutlich zeigen, wie Extrem sich unsere Gesellschaft dem Konsum und der Wegwerfmentalität hingibt.“
„Mein Ziel wäre, dass nicht nur jede*r Schüler*in, sondern jede*r Bürger*in aus dem Kreis Pinneberg eine Art Müllführerschein machen müsste. Dadurch würde sich das Konsumverhalten von vielen bestimmt ändern.“
Susanne Flor vom GAB Umwelt Service
Über den GAB Umwelt Service
GAB Umwelt Service ist der Spezialist für die Ver- und Entsorgung in der Metropolregion Hamburg. Unser Denken und Handeln ist geprägt von der Vision einer nachhaltigen Abfallwirtschaft, die sowohl ökologischen und ökonomischen Ansprüchen genügt.
GAB Umwelt Service liegt Umweltschutz am Herzen. Deshalb versuchen wir schon bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein dafür zu entwickeln.
Passend dazu bieten wir verschiedene Bildungs- und Informationsprojekte an, die junge Menschen handlungs- und erlebnisorientiert an das Thema “Abfall” heranführen und sie aktiv zum Mitmachen anregen.
Für die Zielgruppe Kindergarten und Vorschule hat GAB Umwelt Service ein spannendes Lernpaket geschnürt. In 1,5 Stunden vermittelt es Kindern einen spielerischen Einblick in die Entstehungs- und Entsorgungswege von Abfällen und sensibilisiert sie für die Abfallvermeidung und -verwertung. Dazu gehören kindgerechte Frage-Antwort-Szenarien, Vorlese-Geschichten, Basteleinheiten sowie gemeinsames Singen und Spielen.
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Bildung

GLOBALE UNGERECHTIGKEIT IM BRENNGLAS
MARTIN WEBER IM PORTRÄT

BILDUNG #6
„Zu Anfang dachte ich, die Pandemie und der Lockdown würden uns entschleunigen. Wenig später musste ich feststellen: Es entschleunigt sich nichts. Wir haben unsere Informationsflüsse und Arbeitsprozesse im Team angepasst, digitale Tools eingekauft und unsere Mitarbeitenden geschult. Diese Digitalisierung wäre ohne Corona wohl nicht so schnell verlaufen. Das Programm „Bildung trifft Entwicklung“ konnte durch die digitale Umstellung und das Engagement der KollegInnen noch mehr Seminare durchführen, als Anfang des Jahres geplant. Da haben wir vom digitalen Schulunterricht profitiert.
Aber die Pandemie zeigt die globale Ungerechtigkeit wie in einem Brennglas. Da geht es um das Fitmachen für den digitalen Raum unserer Partner hier und im Globalen Süden. Es geht um Impfregime, problematische Lieferketten. Besonders Sorge bereiten mir populistische Strömungen, die an einfachen Antworten interessiert sind, die es für komplexe Fragen nicht geben kann.“
„Ich hoffe, dass Corona in politischen Debatten nicht zum Argument wird, um Maßnahmen gegen Klimawandel und Ungerechtigkeit nicht zu tun. Als Dachverband werden wir uns weiterhin Einmischen, um nachhaltige Entwicklung für alle Menschen auf der Welt einzufordern.“
Martin Weber von Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Über das Bündnis Eine Welt
Martin Weber ist Geschäftsführer des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) und Leiter des Eine Welt Promotor*innenprogramm. Das BEI ist Dachverband von über 90 entwicklungspolitischen Organisationen in Schleswig-Holstein.

Das BEI und seine Mitglieder treten ein für die Umsetzung und Sicherung der Menschenrechte und für eine umfassende Gerechtigkeit, die die Bekämpfung von Armut, den Erhalt der Lebensgrundlagen für jetzige und zukünftige Generationen und die Gewährleistung von Geschlechtergerechtigkeit, Sicherheit und Selbstbestimmung auf der gesamten Welt zum unverhandelbaren Inhalt hat.
Das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Mitgliedsgruppen, in Schleswig-Holstein und in vielen Regionen der Welt, ist Ausgangspunkt und Impuls für ihre Arbeit. Sie machen Beratungs- und Fortbildungsangebote, diskutieren Arbeitsansätze, beziehen inhaltlich Position und tragen Forderungen und Vorschläge in gesellschaftliche Diskussionen und politische Entscheidungsprozesse in Schleswig-Holstein.
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NEUE WERKZEUGE, UM MIT WANDEL UMZUGEHEN
ANTON MIKOLEIT & TERESA INCLÁN IM PORTRÄT

BILDUNG #5
„Zu Anfang der Pandemie wurden fast alle unsere Veranstaltungen und Workshops abgesagt. Da ist viel Zeit frei geworden, für Gartenarbeit, für Entschleunigung und für unsere eigene Weiterbildung. Die finanziellen Einbußen waren schon eine Belastung. Wir haben viel unbezahlte Arbeit geleistet, in neue Konzepte investiert, in Netzwerkarbeit und uns auch viel ehrenamtlich engagiert für die Thinkfarm. Wir haben uns relativ schnell auf Online-Formate eingestellt und anderen geholfen, ihre Bildungsveranstaltungen in den virtuellen Raum zu übertragen. Wir haben gelernt, technischen Herausforderungen mit Ruhe, Gelassenheit, Leichtigkeit und Flexibilität zu begegnen.“
„Die Pandemie hat uns verdeutlich, dass wir eine lernende Gesellschaft sind. Wir befinden uns alle in einem ständigen Veränderungsprozess. Man sollte nachspüren, wo Widerstände in einem auftauchen und warum. Wir Menschen brauchen Fertigkeiten, um gut mit Wandel umzugehen. Und die können wir lernen. Deshalb ist für uns die Pandemie auch eine große Lernchance.“
Anton Mikoleit & Teresa Inclán von minc
Über minc
Hinter minc stehen Anton Mikoleit und Teresa Inclán Garcia. Mit einem Fokus auf Themen der nachhaltigen Entwicklung sind Sie als Facilitator*innen, Moderator*innen, Trainer*innen und Berater*innen tätig.
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Bildung

DIGITALES LERNEN GANZHEITLICH GEDACHT
SUSANNE BRAUN-SPECK IM PORTRÄT

BILDUNG #4
„Insbesondere 2020 hat gezeigt, dass Digitale Bildung nachhaltig gestaltet werden muss. Es reicht nicht, dass Kinder und Jugendliche lernen, Tablets zu bedienen – es geht um vielmehr! Es geht darum, sie für eine nachhaltige und digitale Berufs- und Lebenswelt fit zu machen. Das gelingt nur mit einem ganzheitlichen Angebot, welches auch gesundheitliche, rechtliche und soziale Aspekte sowie Verbraucherbildung (Online-Kaufverträge, Zahlungssysteme, etc.) enthält.
Eine besondere Gefahr für Kinder & Jugendliche sehe ich in der Computer-und Medien-Abhängigkeit. Auch das ist ein Grund, weshalb ich in meinen Kursen erlebnisreiche Bildung im echten Leben mit Digitalem verknüpfe.“
„Viele freiberufliche Digital- & Medien-Experten wie ich können Schulen mit digitalem Knowhow und Lernangeboten professionell unterstützen. Damit das möglich wird, brauchen die Schulen Budgets, um uns beauftragen zu können. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf!“
Susanne Braun-Speck vom sii-kids & talents eV. mit Media4Teens
Über media4teens
Das Projekt media4teens gehört zu media4schools. Susanne Braun-Speck bietet medienpädagogische Kurse & Workshops an, welche praxisnah sind und nachhaltig wirken.
Pädagog*innen sowie Kinder & Jugendliche finden durch Ihre Angebote einen leichten Einstieg in die digitale Bildung und Nachhaltigkeit!
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Bildung

LESEN UND LERNEN UNTER’M BAUM
SUSANNE BRANDT IM PORTRÄT

BILDUNG #3
„Bibliotheken sind wichtige Orte des Lebenslangen Lernens. Durch die Pandemie habe ich gespürt, wie wichtig jetzt internationale Solidarität und Kontakte sind, um bei den globalen Herausforderungen einander besser zu verstehen, verschiedene Perspektiven und Veränderungen genauer zu erkennen. Gleichzeitig ist aber auch im direkten Umfeld der Schritt nach draußen ins Freie neu und anders in den Blick gekommen.
Durch die Corona-Beschränkungen haben wir tolle Ideen entwickelt, um Geschichten aus den Bücherregalen ins Freie zu bringen. Durch das Dach der Büchereizentralen sind wir in Schleswig-Holstein gut vernetzt, sodass die Kollegen*innen im ganzen Land von unseren Projekten profitieren, aber auch ihre eigenen Ideen einbringen und austauschen können.“
„Lernen hat für mich etwas mit Beziehungen zu tun und die brauchen auch realen persönlichen Austausch. Ich bin schon immer gerne zum Lesen und Geschichtenerzählen nach Draußen gegangen. Im Schatten eines großen Baums oder beim gemeinsamen Stadtrundgang lassen sich abstrakte Themen konkreter vermitteln.“
Susanne Brandt von der Büchereizentrale
Über die Büchereizentrale
Die Büchereizentrale mit Standorten in Rendsburg und Flensburg ist das Dienstleistungszentrum hinter den 154 öffentlichen Büchereien im Land.
Die Lektorin und Projektkoordinatorin Susanne Brandt hat ihre Arbeitsschwerpunkte bei der Auswahl, Konzeption und Gestaltung von Medienangeboten, bei kreativen Mitmach-Projekten und Kooperationen zur landesweiten Umsetzung, vor allem für Kinder im Vor- und Grundschulalter.